2023 wollte vieles von mir, was ich nicht leisten konnte.

2023 wollte vieles von mir, was ich nicht leisten konnte.

Ich bin kein großer Fan von Jahresrückblicken, aber 2023 war irgendwie ›anders‹ und deshalb mag ich darüber sprechen.

Fast 6 Jahre bin ich jetzt Geschäftsführer und das vergangene war sicherlich das schwerste Jahr bisher – für mich persönlich und für CRU.

Dabei ist doch eigentlich alles supi: Auf dem Papier wieder 30% Wachstum. Und ein starkes Team.

Ganz so einfach war es dann leider doch nicht.

Mein Privatleben?
Ich bin zum zweiten Mal Vater geworden. Und, oh Boy(s), hab ich das unterschätzt. Plötzlich sind meine Tage bis auf die letzte Minute durchgeplant. Und wenn jemand morgens lieber Kekse zum Frühstück will oder Zähneputzen nervt, ist es völlig egal, ob Papa einen Call hat.Das große Aber:
Beim ersten Mal hätte ich mir nicht vorstellen können, eine echte Elternzeit zu machen. Also ganz wirklich mal raus zu sein. Und als gäbe es nicht sowieso schon genug zu tun, hat mein Team unaufgefordert alles aufgefangen. 😍

Und die Marktlage?
›Kann uns ja nicht treffen. Wir haben schließlich das perfekte Brand Playbook für Tech-Unternehmen gebaut.‹ Blöd nur, wenn der Markt gerade etwas ganz anderes braucht. Also erneut: Zuhören, anpassen und noch enger zusammenwachsen mit unseren Klientinnen. Wie haben sich die Needs verändert? Gibt es eine neue Rolle für die Brand? Gibt es Ängste? Wie können wir diese auffangen? Können wir unser Offer modularer anbieten?

All das hätte viel Ruhe, mentale Kraft und strategische Weitsicht von mir gebraucht. Und ich muss gestehen, dass ich das dieses Jahr nicht immer leisten konnte. Aber ich weiß jetzt, das ist okay – auch als CEO.Denn eine Sache will ich unbedingt mit ins neue Jahr nehmen:Einerseits ist meine CRU der Grund dafür, dass ich in all dem Trubel kein einziges Mal Angst gespürt habe. Die Entwicklung Einzelner und die als Team. Die coole Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten, einander unterstützen, uns selbst hinterfragen – und dabei nicht zu ernst nehmen.

Und Zweitens habe ich das Gefühl, dass die kleinen Agenturen Lust auf Austausch haben und versuchen Probleme und Risiken gemeinsam zu bewältigen.

Deshalb freue ich mich trotzdem unfassbar auf 2024: auf neue Projekte – und auch auf neue Herausforderungen. Diesmal ist die Last vielleicht etwas verteilt. Let’s see. :)

Lasse Giese
CEO